Fragen und Antworten

Frage 1: Worum geht es?

Antwort 1: In den vergangenen Jahren kam es zu einigen Unfällen, wenn es kleinen Kindern gelang, Flüssigwaschmittel-Kapseln in die Hände zu bekommen. Einige wenige dieser Unfälle waren schwer. So mussten Kinder sogar im Krankenhaus bleiben, um sich zu erholen. Flüssigwaschmittel-Kapseln sind sicher, wenn sie gemäß den Sicherheitshinweisen verwendet und aufbewahrt werden. Gelangen Kapseln jedoch in die Hände von Kindern, kann es zum Kontakt mit dem Inhalt der Kapsel und somit zu Unfällen kommen. Das ist besonders bei Krabbel- und Kleinkindern problematisch, die praktisch alles in den Mund stecken. Deshalb müssen Flüssigwaschmittel-Kapseln stets außer Reichweite von Kindern aufbewahrt werden, sowohl vor als auch nach dem Gebrauch.

Frage 2: Welche Folgen kann das versehentliche Verschlucken des Produkts haben?

Antwort 2: Wenn das Flüssigwaschmittel versehentlich verschluckt wird, wird es wahrscheinlich einen starken Brechreiz auslösen. Je nach verschluckter Menge kann es zu schwerem, wiederkehrendem Erbrechen kommen, das manchmal über mehrere Stunden anhält. Komplikationen können auftreten, wenn das Kind während des Erbrechens versehentlich einatmet. Dann muss das Kind möglicherweise im Krankenhaus behandelt werden. Rufen Sie bei Verschlucken ein Giftinformationszentrum an oder konsultieren Sie einen Arzt. Hat ein Kind Waschmittel verschluckt und erbricht aber nicht, dann führen Sie kein Erbrechen herbei.

Frage 3: Welche Folgen kann der versehentliche Kontakt Inhalts der Kapsel mit Augen oder Haut haben?

Antwort 3: Der Kontakt mit den Augen kann zu schweren Reizungen führen. Solche Reizungen können extrem schmerzhaft sein. Daher ist es sehr wichtig, die Augen vorsichtig mehrere Minuten mit Wasser auszuspülen, damit das Waschmittel vollständig entfernt wird. Bei den bisher berichteten Vorfällen wurden nach dem Kontakt von Flüssigwaschmittel-Kapseln mit den Augen keine dauerhaften Schädigungen der Augen beobachtet. Der Kontakt mit der Haut kann zu Hautreizungen führen, insbesondere dann, wenn das Waschmittel längere Zeit in Kontakt mit der Haut bleibt. Auch in diesem Fall ist es wichtig, die Haut gründlich abzuspülen. Rufen Sie zusätzlich ein Giftinformationszentrum an oder konsultieren Sie einen Arzt.

Frage 4: Warum können Flüssigwaschmittel-Kapseln solche gesundheitlichen Auswirkungen haben?

Antwort 4: Das Flüssigwaschmittel in der Kapsel ist hoch konzentriert, da eine einzelne Kapsel die vollständige Menge an Waschmittelinhaltsstoffen für einen Waschgang enthält. Wenn ein Kind in eine Kapsel beißt, kann die wasserlösliche Folie, die das Waschmittel enthält, reißen und der Inhalt austreten. Aufgrund der hohen Konzentration kann es dabei zu starken Reaktionen kommen, wie schwerem Erbrechen oder Reizungen.

Frage 5: Was unternimmt die Waschmittelindustrie, um solche Unfälle zu verhindern?

Antwort 5: Die Hersteller von Flüssigwaschmittel-Kapseln nehmen die Sicherheit ihrer Konsumenten sehr ernst. Zusätzlich zu Änderungen an den Produkten und Verpackungen geben sie auf allen Packungen Sicherheitshinweise in Form von gelben Warnetiketten an. Zudem informieren die Hersteller mit proaktiven Informationskampagnen wie der europaweiten Initiative „Keep Caps From Kids“ (Caps weg von Kindern) des Internationalen Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittelverbandes A.I.S.E , zu der auch diese mehrsprachige Website gehört.

Der Verbrauchersicherheit verpflichtet, setzt die europäische Waschmittelindustrie ständig wichtige Maßnahmen um, um Unfällen vorzubeugen. Gleichzeitig weist die Waschmittelindustrie darauf hin, dass Flüssigwaschmittel-Kapseln – wie jedes andere Waschmittel auch – sowohl vor als auch nach dem Gebrauch an einem sicheren Ort aufbewahrt und immer außerhalb der Reichweite von Kindern gehalten werden müssen. Eine kontinuierliche Verbraucheraufklärung ist wichtig, damit die sichere Verwendung von Flüssigwaschmittel-Kapseln noch weiter verbessert wird.

Die A.I.S.E.-Initiative „Keep Caps From Kids“ wird von der European Child Safety Alliance und mehr als 20 Partnern in Europa unterstützt, darunter Ministerien, Giftinformationszentren und Verbände für Sicherheit im Haushalt.